Hinflug über Nacht, Ankunft Haneda 31.08. um 08:00. Umstieg München ~3 h, Wien ~2 h. Rückflug am 22.09. ab Narita (NRT).
Alles Folgende — KITTE, die Ostgärten, das Gaming & Shopping im Bahnhof und das erste Abendessen — ist das Programm für den 31.08. Am 01.09. geht es früh weiter nach Kyoto, da bleibt keine Zeit mehr für Tokyo.
Aus dem r/JapanTravelTips-Thread „schönster Tempel/Schrein“ — ausgewählt ist nur, was ohne Umweg auf euren Wegen liegt. Alle sechs geben ein Goshuin (in der Goshuin-Sektion abhakbar).
Plant dafür einen ganzen, ruhigen Tag ein — am besten gleich den 06.09. Es ist emotional anstrengend; danach nichts Großes mehr vorhaben.
Der Ablauf steht oben beim 11.09. Hier nur die Einzelheiten zum Nachlesen.
Am besten als ganzer Tag am 14.09. — gegen den Uhrzeigersinn ab eurem Hotel, dann fahrt ihr entgegen dem Hauptstrom der Tagesgäste aus Tokyo:
Gōtoku-ji in Setagaya ist der Ursprungsort des Maneki-neko. Auf einer Terrasse neben der Pagode stehen über tausend weiße Katzen in allen Größen dicht an dicht — eines der ungewöhnlichsten Motive Tokyos, und der Eintritt kostet nichts.
19.–23.09. sind fünf zusammenhängende Feiertage — so etwas gab es zuletzt 2015. Sa 19., So 20., Mo 21.09. fallen mitten in eure Tokyo-Zeit. Konsequenzen:
Vier Momente, in denen man kurz unsicher ist. Mit je einem Satz sind sie erledigt.
Ketten haben in Japan keinen schlechten Ruf. Die acht hier sind Institutionen: günstig, überall, mit Bildern auf der Karte und fast immer mit englischer Menüsprache. Zu jeder steht das eine Gericht dabei, mit dem man anfängt, und wie bestellt wird — das ist meist die eigentliche Hürde. Der Pin-Knopf öffnet Google Maps und zeigt die nächste Filiale von dort aus, wo ihr gerade steht.
Über 600 Filialen und die beste Fischqualität, die man für diesen Preis bekommt. Kein Fließband-Klischee: Vieles wird auf Bestellung frisch geschnitten und läuft auf einem eigenen Express-Band direkt an euren Platz.
Japans größte Billig-Kette, italienisch inspiriert und so günstig, dass man zweimal auf die Karte schaut. Ein ganzes Essen mit Wein bleibt unter ¥1.000. Vor allem aber: Klimaanlage, Sitzplatz und niemand, der euch drängt — der beste Ort für eine Stunde Pause zwischen zwei Sightseeing-Blöcken.
Jede Filiale hat ihre eigene Nudelmaschine hinter der Theke — der Teig wird vor Ort geknetet, geschnitten und gekocht. Deshalb sind die Udon dick, glatt und bissfest, wie sie sonst nur in Kagawa serviert werden.
Japanisches Curry, aber alles einzeln einstellbar: Soße, Reismenge, Schärfe, Beilagen. Kein anderes Essen in Japan lässt sich so genau auf den eigenen Hunger zuschneiden — und es ist eines der wenigen, bei dem man als Ausländer nichts falsch machen kann.
Eine der drei großen Gyudon-Ketten — und die einzige, bei der im Lokal eine Miso-Suppe kostenlos dabei ist. Das ist der Grund, warum Japaner zwischen Matsuya, Yoshinoya und Sukiya überhaupt unterscheiden.
Tempura ist in Japan sonst ein teures Vergnügen — bei Tenya wird auf Bestellung frittiert, es dauert fünf Minuten und kostet einen Bruchteil. Der beste Beweis dafür, dass „Kette“ hier nichts über die Qualität sagt.
Formal auch eine Gyudon-Kette, in Wahrheit aber die Adresse für Oyakodon — Huhn und Ei zusammen im Topf gegart und über Reis gestürzt. Und die einzige der Schnellketten, die daneben ordentliche Udon serviert.
Ein Izakaya, in dem jeder einzelne Posten auf der Karte ¥390 inklusive Steuer kostet — Yakitori wie Getränke. Man bestellt, ohne zu rechnen, und weiß am Ende trotzdem ungefähr, was es kostet. Der ehrlichste Abend, den man in Japan für wenig Geld haben kann.
Zum Vergrößern antippen. Praktisch vor Ort, weil dort die Logos abgebildet sind — danach erkennt man die Läden im Straßenbild deutlich schneller als nach dem Namen.
Alles hier ist alkoholfrei und in fünf Minuten am Kühlregal zusammengekauft. Erst nach Kette sortiert, danach die funktionalen Kombis unter Health und Refresh — deren Zutaten gibt es in jedem Konbini und in jeder Drogerie.
Alle nach demselben Muster: zwei Dinge aus dem Regal plus ein Eisbecher.
Der Klassiker. Coolish ist Eis im Quetschbeutel — Verschluss abdrehen, heißen Kaffee direkt hineingießen, 20 Sekunden durchkneten. Innen halb geschmolzen, außen noch fest.
Der meistgeteilte von allen. Yakult und die Zitronenessenz Kireto Lemon in den Eisbecher, kurz rühren. Wird milchig-trüb und schmeckt wie ein flüssiger Zitronenjoghurt.
Der Becher mit gefrorener Erdbeere und Ananas aus dem Tiefkühlfach, mit Calpis Soda übergossen. Wird zum Slush, die Früchte löffelt man am Ende. Der fotogenste der Liste.
Ein Unshu-Mikan-Eis am Stiel in den Eisbecher stellen und mit Calpis Soda übergießen. Das Eis schmilzt langsam hinein — das Getränk verändert sich beim Trinken.
Mitsuya Cider ist Japans klassische klare Limonade. Gefrorene Zitronenscheiben in den Becher, Cider drüber. Kühlt, ohne zu verwässern.
Trauben-Konjac-Jelly in den Becher drücken, Sprite auffüllen. Die Geleestückchen sinken nach unten und werden am Ende gelöffelt. Tiefviolett mit Bläschen.
Coolish in den Eisbecher, Flaschen-Milchtee darauf, mit dem Strohhalm durchrühren. Ein cremiger Chai-Shake für unter ¥400 — der zuverlässigste der ganzen Liste.
Gleiches Prinzip mit Erdbeermilch. Mit Erdbeer-Coolish wird es intensiver, mit Vanille cremiger und weniger süß — die Vanille-Variante ist die bessere.
Kaffeegelee in den Becher, Matcha-Latte darüber. Zwei Schichten, die sich erst beim Rühren mischen — grün oben, braun unten. Für europäische Zungen der ungewohnteste.
Nicht zu verwechseln mit dem Matcha Coffee Jelly darüber: hier kommt kein Gelee hinein, sondern der fertige Caffè Latte aus dem Kühlregal. Halb Matcha, halb Milchkaffee — die Bitterkeit von beiden hebt sich gegenseitig auf. Etwa 1:1 mischen, sonst gewinnt der Kaffee.
Der dickflüssige Matcha-Smoothie aus dem Kühlregal, mit normaler Milch auf Trinkstärke verdünnt. Von allen Matcha-Varianten hier die, die einem echten Café-Matcha-Latte am nächsten kommt — und sie braucht kein Eis aus dem Beutel.
Der Becher mit gefrorenen Kaffee-Eiswürfeln ist die eigentliche Entdeckung: Milch darüber, dann das Vanille-Coolish einrühren. Weil die Würfel selbst aus Kaffee sind, wird nichts wässrig — es wird im Gegenteil immer stärker. Schmeckt fast genau wie vietnamesischer Kaffee mit Kondensmilch.
Die 7-Eleven-Antwort auf Famimas Softeis-Melonensoda — hier ohne Maschine: Melonensoda in den Eisbecher, dann aus dem kleinen Fläschchen Hokkaido-Sahne obendrauf gießen. Sie schwimmt als weiße Schicht auf dem Grün. Genau der Cream-Soda-Look aus alten japanischen Cafés.
Yuzu ist die japanische Zitrusfrucht mit dem blumigen, fast parfümierten Duft — als Limonade herb und wenig süß. Ein Schuss Honig rundet sie ab, ohne sie in Zuckerwasser zu verwandeln. Der eleganteste Drink der ganzen Liste und der einzige, den man auch Erwachsenen ohne Erklärung hinstellen kann.
Famima hat als einziger Konbini Softeis zum Selbstziehen — daher drehen sich viele Kombis darum.
Das Softeis direkt in den Matcha-Frappé drücken. Wird zum cremigen Matcha-Milchshake — und ist die beliebteste Famima-Kombination überhaupt.
Der japanische Cream-Soda-Klassiker in Selbstbedienung. Knallgrün, schäumt über, sieht auf Fotos absurd gut aus.
Kaffeegelee mit Milch aufgießen und kräftig schütteln. Ergibt einen Café Latte mit Geleestückchen — die Textur ist der eigentliche Punkt.
Den Pudding samt Karamellsoße in den Eiskaffee kippen. Der Purin löst sich langsam auf und macht daraus einen Karamell-Latte, den man nicht süßen muss.
Den Zupfkäse längs in das noch heiße Hähnchen stecken, kurz warten. Der Käse zieht Fäden, das Schnitzel ist scharf — die meistfotografierte Famima-Kombi.
Das Hähnchen zwischen zwei Pfannkuchen legen. Süß trifft salzig — klingt falsch, funktioniert aber genau wie Chicken & Waffles.
Das Sandwich aufklappen, Famichiki dazwischen. Wird zum Chicken-Katsu-Sando mit Eiersalat — das sättigendste Frühstück, das ein Konbini hergibt.
Das Curry-Brötchen aufschneiden, das Käse-Hähnchen hineinschieben. Deftig, käsig, curryscharf — der Griff für den Heimweg um Mitternacht.
Karamellisierte Süßkartoffel-Sticks, warm, über kaltes Softeis. Warm-kalt, süß-salzig — die beste Nachspeise der Liste.
Lawsons Stärke sind die gefrorenen Becher und Früchte aus der Uchi-Café-Reihe.
Lawson verkauft im Tiefkühler Becher mit gefrorenem Frappé-Eis. Offiziell gießt man Milch hinein — deutlich besser ist heißer Espresso vom Automaten daneben. Mit dem beiliegenden Löffel 30 Sekunden zerdrücken.
Drei gefrorene Zitronenscheiben in den Eisbecher, Sodawasser drüber. Klingt banal, ist aber die beste Erfrischung nach einem schwülen Nachmittag — und die einzige ohne jeden Zucker.
Gerösteter Grüntee mit Milch, dazu eine Kugel Vanilleeis. Nussig, karamellig, koffeinarm — funktioniert auch spät abends noch.
Zwei Vitamin-Fläschchen aus dem Regal neben der Kasse plus Kagome-Tomatensaft ohne Salz. Vitamin C und Lycopin sind real, das Kollagen eher Marketing — schmeckt trotzdem gut und ist ein netter Morgenstart.
Der Nachmittags-Reset nach acht Stunden Tempel. Energy-Drink, ein Vitamin-Jelly zum Quetschen und gefrorene Blaubeeren, die gleichzeitig kühlen. Wirkt vor allem, weil Zucker und Koffein drin sind.
Trinkjoghurt, Yakult und eine Banane — im Eisbecher zusammengerührt ein Lassi. Nach ein paar Tagen Frittiertem und ungewohntem Essen tatsächlich eine gute Idee.
Rund 25 g Eiweiß aus drei Packungen, alle im normalen Kühlregal. Praktisch nach einem 20-Kilometer-Tag, wenn abends nur noch der Konbini offen hat.
Yakult 1000 ist in Japan als Schlaf- und Stressprodukt vermarktet und war zeitweise ausverkauft. Mit koffeinfreiem Rooibos und einem Löffel Honig ein sehr angenehmes Abendritual — was davon Wirkung und was Ritual ist, lässt sich nicht sauber trennen.
Ballaststoff-Drink, ein Eisen-Vitamin-Fläschchen und Mandelmilch. Die kleinen braunen Fläschchen an der Kasse sind in Japan Alltag, nicht Apotheke.
Schwarzer Dosenkaffee, ein Energie-Jelly und dunkle Schokolade. Der japanische Standard für lange Zugfahrten und Planungsabende im Hotel.
Anfang September sind 30–34 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit normal. Der praktisch nützlichste Abschnitt dieser Seite.
Die zwei japanischen Elektrolytgetränke gemischt, mit gefrorenen Zitronenscheiben. Bei 33 °C und 80 % Luftfeuchtigkeit der einzige Eintrag hier, der wirklich etwas bewirkt — Salz und Zucker gehören bei dem Wetter dazu.
Isotonisches Pocari Sweat über ein Zitroneneis am Stiel. Blass, unspektakulär, aber nach einem langen Lauftag der praktischste Drink überhaupt.
In Japan als mukumi taisaku vermarktet, also gegen geschwollene Beine. Zitronensäure, Kalium aus dem Konjac-Gelee, etwas Honig. Nach einem Tag mit 25.000 Schritten und viel Salz im Essen jedenfalls angenehm — mehr sollte man nicht erwarten.
Sauer, kalorienarm, viel Vitamin C. Der Tag-danach-Drink nach zu viel Frittiertem — „Detox“ steht drauf, aber das übernimmt die Leber ohnehin selbst.
Zum Vergrößern antippen. Praktisch im Laden, weil dort die japanischen Verpackungen abgebildet sind — danach sucht es sich deutlich leichter als nach den deutschen Namen.
An der Konbini-Kasse werdet ihr jedes Mal dasselbe gefragt. Mit diesen beiden Sätzen kommt ihr durch fünf von sechs Fragen — egal, ob ihr die Frage verstanden habt.
Ein Goshuin (御朱印) ist kein Souvenirstempel, sondern ein Beleg des Besuchs: Ein Mönch oder eine Schreinpriesterin schreibt den Namen des Ortes, das Datum und eine Anrufung in Kalligrafie von Hand in euer Buch und setzt rote Siegel darüber. Jedes ist ein Unikat, und man schaut dabei zu — das ist der eigentliche Reiz.